Hallo Freunde,
wir haben ja schon öfter festgestellt, dass Stan Lee mit Spider-Man ein philosophisches Kunstwerk geschaffen hat. Ein Held, der als Metapher für unser Gewissen, ständig versucht, nur das richtige zu tun – und dabei zwar reinen Herzens, jedoch immer noch mit leerem Geldbeutel sein Heldendasein fristet.
Trotzdem stellt der aufmerksame Leser immer fest, dass Spider-Man das Richtige tut. Und wenn er seinen geraden Pfad verlässt, wie im neuen Film, dann wird er meist schnell dafür abgestraft.
(Vorsicht: es wird gespoilert!)
Ein Aspekt, der mir in diesem Film besonders gut gefallen hat, war die Idee, dass Peter Parker aka Spider-Man beginnt, die Verbrecher, die er verfolgt, zu verachten.
Doch wie kann er sich anmaßen, ein Urteil über jemanden zu fällen?
Es gibt eine Szene im Film, in der Peter Parker erfährt, dass der wahre Mörder seines Onkels frei herumläuft. Peter spielt den Mord an Onkel Ben noch einmal vor seinem inneren Auge ab. Er stellt sich Flint Marko als skrupellosen Mörder vor, der es verdient zu sterben. Später berichtet er Tante May voller Stolz, dass Spider-Man Flint Marko umgebracht hat. Doch anstatt dankbar zu sein, erklärt Tante May ihrem Neffen, dass es niemandem zusteht, zu entscheiden, ob jemand sterben muss. Egal, was er verbrochen hat!
Als Peter schließlich auf Flint Marko trifft, kommt es zu dem Punkt, an dem Flint Marko Peter seine Version der Geschichte berichtet. Dabei erfährt Peter, dass der Schuss sich versehentlich gelöst hat, und dass Marko es gerne ungeschehen machen würde. Daraufhin erkennt Peter seinen Fehler, und er kann Flint Marko verzeihen.
Sam Raimi zeigt in seinem Film auf beeindruckende Art und Weise, wie Peter Parker diese Erkenntnis erlangt. Raimi erreicht die Jugend dieser Welt, und vermittelt ihnen auf diese Art Werte, die manchmal verloren scheinen.
Was meint Ihr dazu?
„I must have been given this great power for a reason! No matter how difficult it is, I must remain as Spider-Man! And I pray that some day the world will understand!“
Euer SpideyMo